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 Presseberichte

 

Westdeutsche Allgemeine Zeitung:

Auf dem 13 Hektar-Gelände müssen 200 Bäume fallen - Bauarbeiten beginnen
Hellweg-Kaserne: Lidl-Markt am Eingang zum neuen Wohnpark-Süd

Unna. (wig) Ein neuer Lidl-Markt wird an der Iserlohner Straße, am Eingang zum neuen Baugebiet Hellweg-Kaserne entstehen. Am Montag Abend wurde der Vertrag zwischen der Entwicklungsgesellschaft Wohnpark Unna-Süd und dem Lebensmittel-Discounter unterschrieben.

Das erklärte gestern Werner Overwaul von der Geschäftsführung der Entwicklungsgesellschaft. Der Lidl-Markt entsteht auf einer Fläche von 7500 qm, die Betriebsfläche darf maximal 1199 qm groß sein. Dies ist die Grenze, bis zu der ein Markt noch für die "Nahversorgung" klassifiziert wird. Die reine Verkaufsfläche darf bis 699 qm groß sein. "Mit dem Investor ist vereinbart, dass der Markt in einer ansprechenden Architektur errichtet wird", betonte Overwaul. Schließlich werde hier der Eingang zu einem hochwertigen Wohngebiet gestaltet.
Der kann letztlich nur zustimmen, denn das Interesse an einem genehmigten Bauvorhaben ist gegenüber dem an der Erhaltung von Bäumen immer das rechtlich höherwertige. Wie Schmidt erläuterte, haben sich die Planer jede erdenkliche Mühe gegeben, möglichst viel bestehendes Grün zu erhalten. Nicht möglich sei dies, wo Bäume direkt in den Baufeldern oder auf geplanten Erschließungsstraßen stehen. Dazu müssen Einzelflächen geräumt werden, unter denen sich Altlasten befinden.
Natürlich sei die große Zahl der zu fällenden Bäume sehr bedauerlich, betonte der Umweltamtsleiter. Andererseits sei das ganze Projekt aber aus Umweltgründen durchaus zu begrüßen: "Schließlich wird hier eine brach liegende Fläche aktiviert - und dadurch vermieden, noch unverbrauchtes Land in Anspruch zu nehmen", so Schmidt.
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Bebauung werden noch festgesetzt. Auf dem Gelände selbst, so Schmidt, werde der Ausgleich aber wohl nicht gelingen. Schon im Februar werden die Rodungs- und dann auch die Abbrucharbeiten auf dem Gelände beginnen.

Der Sturm hat der Motorsäge bereits ein wenig vorgegriffen: Insgesamt aber müssen rund 200 Bäume gefällt werden. Möglichst vor Beginn der Vegetations-Periode, fordert Umweltamtsleiter Dr. Joachim Schmidt.

Die stolzen Platanen der zentralen Allee bleiben erhalten. Ansonsten aber bleibt reichlich Arbeit für die Säge.

Bilder: Karl Dittrich

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